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2. August 2011

Oft gefragt - Unterschied EU und Deutschland

Wir werden immer wieder gefragt, worin die Unterschiede bestehen. Hier einige Hinweise dazu:

Rechtlich:

Die EU Resolution ist kein Gesetz, wird aber in einigen Ländern der EU als Minimalanforderung an Tattoo und Permanent Make-Up Farben verwendet. 

Die Tätowiermittelverordnung vom Mai 2009 ist ein Gesetz. Wer diese nicht einhält kann automatisch belangt werden.

Gleich:

Beide gelten sowohl für Tätowiermittel als auch für Permanent Make-Up. Die Bezeichnung Tätowiermittelverordnung ist unglücklich und irreführend.

Inhalte:

Untersuchungen nach der EU Resolution

- Aromatische Amine

- Farben, die Allergien auslösen oder als kanzerogen bekannt sind (bedenkliche Farben)

- Schwermetalle

- Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), inkl. Benz-a-pyren (BaP)

- Mikrobiologische Untersuchungen zur Sterilität

Untersuchungen nach der Tätowiermittelverordnung

- Aromatische Amine

- eine Liste von bedenklichen Farben - identisch mit der EU Resolution

- para-Phenylendiamin (PPD) sowie sein Hydrochlorid oder Sulfat (CI 76060)

Großer Nachteil der Tätowiermittelverordnung ist, dass Schwermetalle nicht reglementiert sind. Da Nickel ein Allergieauslöser ersten Ranges ist und keine Höchstmenge für freies Nickel vorgeschrieben ist, kann es zu schweren Allergien kommen. Dies haben wir bereits vor langer Zeit beim Ministerium (Frau Ilse Aigner) als Schwachpunkt beklagt - siehe unsere News 2009 hierzu.

Wichtige Unterschiede

Aufgrund einer Änderung im LFGB (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch) vom 24.7.2009 gelten Tätowiermittel und Produkte für Permanent Make-Up in Deutschland als Kosmetika. Aus diesem Grund gilt in Deutschland neben der Tätowiermittelverordnung auch die Kosmetikverordnung für diese Produkte. Hierdurch erweitert sich die Liste der verbotenen Stoffe für Tätowiermittel und Permanent Make-Up um mehrere Hundert weitere Produkte. Über die Kosmetikverordnung wird z. B. auch die Verwendung von bestimmten Konservierungsmitteln geregelt. Ebenfalls ist damit die Frage der Sterilität der Produkte geklärt.

Im Unterschied zur EU Resolution müssen alle Tätowiermittel und Produkte für Permanent Make-Up für den deutschen Markt in Berlin beim BGV registriert werden. Hierbei müssen die Rezepturen offengelegt werden. Die Datenbank mit allen Rezepturen wird an die Behörden in der Schweiz und Österreich weitergeleitet. Inhaltsstoffe müssen in INCI Bezeichnung und als Prozent angegeben werden. Damit sind die Tätowiermittelmittel und Permanent Make-Up für die Behörden in diesen Ländern transparent.

Wir hoffen, dass hierdurch die wesentlichen Unterschiede klar geworden sind. Falls nicht, bitte unter Kontakt nachfragen, wir freuen uns auf Feedback!

Falls Sie Details zu den verbotenen Farben usw. brauchen können Sie unser App für iPhone bei iTunes herunterladen - suchen Sie nach ctleuresap1.

Unser Dank an Dieter von Skinfactory, Bonn für einige Hinweise.

2. August 2011. © CTL® Bielefeld GmbH

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