Sprache
CTL-LogoCTL Tattoo-Laboratorium
CTL® Bielefeld GmbH: CTL-Tattoo.net
Back
21. November 2012

Nachweis von Schwermetallen

Aktuell wird in verschiedenen Ländern der EU darüber diskutiert, wie man Schwermetalle in Tattoo-Farben und Permanent Make-Up analysieren und bewerten soll. Nach der Resolution ResAP(2008)1 wird von Verunreinigungen gesprochen und hierfür sind auch Grenzwerte festgelegt worden. Die Frage ist, ob hier bio-verfügbar, also löslich gemeint ist oder der Gesamtgehalt an Schwermetallen unabhängig davon, ob diese in kristalliner Form oder chemisch gebunden sind.

Bei drei Schwermetallen gibt es ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Analysenmethode mittels Totalaufschluss (Gesamtgehalt): Barium, Nickel und Kupfer. Bei Verwendung der Methode Totalaufschluss werden in vielen Fällen die Grenzwerte der ResAP(2008)1 überschritten. Ist diese Analytik sinnvoll? Falls man z.B. Barium mit mehr als 50 ppm finden würde, wäre die Farbe verboten. Ist dies vernünftig und aussagekräftig? Sicherlich nicht, denn Bariumsulfat ist in allen Kosmetika erlaubt und wird sogar beim Arzt oral als Kontrastmittel verabreicht. Bariumsulfat ist vollkommen harmlos! Falls jedoch Barium bio-verfügbar wäre, dann wäre es schädlich. Es wäre aber dann eine Verunreinigung. Gleiches kann für die Metalle Nickel und Kupfer gesagt werden. Kupfer basierte Pigmente sind in Kosmetika erlaubt, weil Kupfer chemisch fest gebunden ist. Der Totalausfschluss würde jedoch mehrere Hundert ppm Kupfer liefern und bedeuten, dass das Produkt in der EU verboten wird. Aber Kupfer ist als Metall-Komplex nicht bio-verfügbar, nicht löslich und eine derartige Analyse ist somit ohne Aussage.

Es müssen unterschiedliche Analysen-Methoden verwendet werden wenn man die bio-verfügbarkeit bzw. die Verunreinigungen ermitteln möchte.

Wir gehen davon aus, dass man den Begriff  "Verunreingungen" der ResAP(2008)1 als bio-verfügbar verstehen muss, somit scheidet die Analytik mittels Totalaufschluss als vernünftige und aussagefähige Methode aus.

Falls man die Methode Totalaufschluss verwendet wären sogar pulverisierte Smaragde  und Rubine zu verbieten, da diese Chrom enthalten! Ist das plausibel? Da mag jeder seinen gesunden Menschenverstand benutzen!

Es muss bei der Analytik zwischen mineralischen, rein organischen und Metall-Komplex Pigmenten unterschieden werden.

Wir hoffen, dass es eine vernünftige und einheitliche Einigung innerhalb der EU geben wird.

21. November 2012. © CTL® Bielefeld GmbH

Wir helfen, beraten und prüfen. Testen Sie uns!

RSS

Kontakt - Bielefeld

CTL® Bielefeld
Chemisch-Technologisches Laboratorium
Krackser Str. 12
33659 Bielefeld
Deutschland

Tel. +49 521 400 82 89 0
Fax. +49 521 400 82 89 29
E-Mail info@ctl-bielefeld.de